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Rathaus
Das Prachtstück der Heilbronner Sehenswürdigkeiten ist ohne Zweifel das Heilbronner Rathaus. Auch wenn sich mancher Ur-Heilbronner wundern mag, wenn auf dem Marktplatz die Busse halten und die Photoapparate samt Besitzer aus dem Bus strömen:Das Rathaus und seine astronomische Kunstuhr hat es in sich und ist näherer Betrachtung wert.
An der Ostseite des Gebäudes sind Überreste des ältesten Heilbronner Rathauses, das etwa 1300 erbaut wurde, zu sehen. Das jetzige Gebäude wurde 1417 im gotisch-repräsentativen Stil erbaut.1580-82 erfolgte der Umbau des Hauptgebäudes im Renaissance-Stil. Markant ist die schöne Freitreppe über fünf Arkadenbögen. Die 6,50 m lange Bank rechts von ihm war früher der Sitz für die Wächter und Richter bei öffentlichen Verhandlungen im Freien. Darüber befindet sich ein Originalrelief vom Kirchbrunnen aus dem Jahre 1541. Das Rathaus wurde beim Luftangriff am 4. Dezember 1944 fast vollständig zerstört. Zwischen 1950 und 1953 wurde es wiederaufgebaut, der (nicht gerade hübsche) östliche Anbau wurde zwischen 1959 und 1963 hinzugefügt.

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Astronomische Kunstuhr des Rathauses
Das Glanzstück des Rathauses ist die Kunstuhr. 1579/80 wurde sie vom Schweizer Isaak Habrecht geschaffen. Übrigens: Der Schaffhausener hat auch die Kunstuhr am Straßburger Münster sowie die Uhr am Ulmer Rathaus gebaut. Die beim Angriff vom 4. Dezember 1944 völlig zerstörte Uhr wurde nach dem Krieg wieder nach altem Vorbild hergestellt. Von einem vierstufigen Renaissance-Rahmen umschlossen ist die eigentliche Uhr dreiteilig: Unten befinden sich die astronomische Uhr, in der Mitte die Zeituhr und oben die Mondphasenuhr. Die astronomische Uhr zeigt die Wochentage, Datum und den Stand von Sonne und Mond im Tierkreis an.
Die Zeituhr zeigt die Uhrzeit an - allerdings gemäß dem üblichen Verfahren der Renaissance:Mit dem großen Zeiger die Stunden und mit dem kleinen die Minuten - die Stunden waren wichtiger; noch zu wenig verbreitet überhaupt der Gedanke an die Bedeutung von "Zeit". Bewegliche Figuren sind das eigentlich Tolle an der Konstruktion: Links und rechts der Uhr steht jeweils ein Engel. Der Linke ("Gottfriedle") zählt mit seinem Zepter die Stunden und dreht eine Sanduhr. Der Rechte bläst dazu auf seiner Posaune. Zwei Widder direkt unter der Zeituhr stoßen bei jeder vollen Stunde dreimal mit den Köpfen zusammen. Ein Hahn unter ihnen schlägt um 12, 16 und 24 Uhr mit den Flügeln und kräht.
Über der Monduhr, die naturgemäß die Mondphasen anzeigt, befindet sich die Ratsglocke, die die Viertelstunden schlägt. D.h. eigentlich schlägt einer der beiden Putten, die links und rechts von ihr stehen, auf die Glocke. "Putten" sind nackte Knaben aus Stein, entstanden nach dem Vorbild antiker Eroten und in Anlehnung an die kindlichen Engel der Gotik.

 

Killianskirche
Die evangelische Killianskirche ist das herausragenste Bauwerk der Stadt. Ihr Bau wurde um 1300 begonnen (erste überlieferte Baunachricht 1278). Zwei Generationen haben an ihr gebaut. Das Langhaus wurde in der Mitte des 15. Jahrhunderts von Baumeister Hans aus dem pfälzischen Mingoldsheim gestaltet, der Chor 1480 und 1490 von Anton Pilgram und Aberlin Jörg. Vorbild war vermutlich die Stadtpfarrkirche zu Steyr in Oberösterreich. Wertvollstes Stück der Inneneinrichtung ist der Hochaltar von Hans Seifer (1498). Ursprünglich waren zwei Haupttürme geplant. Der Weinsberger Baumeister Hans Schweiner baute statt dessen jedoch ein achteckiges Oberteil ("Oktogon") genannt. Von 1507 bis 1529 erbaut spiegelt er die Gedanken der (Reformations-)Zeit wider. Die vielen Steinbilder an seiner Außenseite zeigen Tierfiguren, menschliche Gestalten und Fabelwesen. Seine überreiche Ornamentik zeigt religiöse Symbole der Gotik ebenso wie all das, was der Mensch der Reformationszeit als die Grundübel ansah: Doppelzüngiges Mönchtum und den verderbten Klerus.Der mit 62 m Höhe ungewöhnlich große Turm gilt als der erste Renaissance-Turm nördlich der Alpen. Die Steinfiguren dienen häufig als Wasserspeier und leiten so Wasser nach unten ab. In ihm befinden sich sechs Glocken, die schwerste davon wiegt 5.200 kg. Auf seiner Spitze befindet sich kein Heiliger sondern das Kiliansmännle. Seit 1529 schaut der 2,25 m große Landsknecht, was in der Stadt vorgeht. In Händen hält er dabei ein Schwert und eine Lanze mit dem Stadtbanner (=Wetterfahne). Das Original steht heute im Rathaud - beim Luftangriff am 4. Dezember 1944 wurde die Kirche schwer beschädigt, beim 29 Jahre dauernden Aufbau entschied man sich dafür, nur eine Kopie auf die Spitze zu setzen. Das Original steht unter den Rathausarkaden. Den Namen erhielt die Killianskirche von Kilian, einem irischen Mönch, der das Christentum nach Heilbronn brachte und hier auch taufte.

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Hafenmarkturm
Der Hafenmarkturm stellt den Rest des ehemaligen Barfüßer- oder Franziskanerklosters dar. Die gotische Franziskanerkirche wurde 1314 geweiht und 1688 von den abziehenden  französischen Truppen niedergebrannt. Aus den Spenden der Bürger wurde sie 1698-1727 wieder aufgebaut. Nach dem 2. Weltkrieg wurde sie nochmals instandgesetzt. Den Turm- abschluss bildet heute ein handgeschmiedeter Phönix aus der Asche, Symbol für das Wiederauferstehen der Stadt nach dem Luftangriff am 4. Dezember 1944. In seinem Innern beherbergt er ein Gefallenenehrenmal, gestaltet von Paul Bonatz, das 1964 eingeweiht wurde. Um 11 und 19.20 Uhr (Zeitpunkt des Angriffs) ertönen abwechslungsweise fünf Volkslieder.

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Siebenröhrenbrunnen
Der Siebenröhrenbrunnen wird 741 erstmals als Brunnen erwähnt. Viele Sagen ranken sich um diese Quelle, ein ursprünglich alemannisches Wasserheiligtum, das als Namensgeber des Fränkischen Königshofes "Helibrunna" und der Stadt vermutet wird. Der Brunnen stand früher mitten in der Kirchbrunnenstraße, wo er versiegte und 1868 ab- gebrochen wurde. 1904 wurde er an der Südseite der Killianskirche neu errichtet. Seit 1364 ist er Kirchbrunnen. 1541 wurde er von Balthasar Wolff als große Brunnenanlage mit sieben Röhren und gotischem Chörlein gestaltet. Gespeist von einer 50 m tiefen Quelle gibt er auch dem Taufbecken in der Kilianskirche Wasser. Nach seiner Zerstörung 1944 wurde er 1959 restauriert

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Nicolaikirche
Die Nicolaikirche wird 1351 erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1525 war sie protestantisches
Gotteshaus. Über lange Zeit wurde sie allerdings zu "profaneren Zwecken" genutzt: Unter  Napoleon war sie Zeughaus, Militärhospital und Holzmagazin. 1848 fand sie Verwendung als Turnhalle und Kundgebungssaal. Nach gründlicher Renovierung des frühgotischen Baues wurde sie ab 1851 endgültig als Gotteshaus benützt und 1950-51 nach der Zerstörung durch den Luftangriff am 4. Dezember 1944 wieder aufgebaut.

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Deutschhof und Deutschordensmünster
Der Deutschhof war früher Residenz und Fruchtkammer der Hauskommende (Ordenshaus, l3. Jahrhundert) und der Landkommende Heilbronn (1785-1805) innerhalb der Ballei Franken des Deutschritterordens. Mit der Säkularisation, dem Übergang kirchlicher Güter in den Besitz des Landesherren, ging der Deutschhof 1805 an Württemberg. Bis 1850 wurde der Deutschhof als Kaserne, dann als Sitz staatlicher Behörden benutzt. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde er 1950 wiederaufgebaut und dient heute als Kulturzentrum mit Stadtbücherei, Stadtarchiv, Volkshochschule und einem Teil der Städtischen Museen.

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GötzenturmDer Götzenturm bildete den südwestlichen Eckpfeiler der damaligen Stadtmauer. Er wurde   1392 erbaut und beherbergte, entgegen seinem Namen, nicht den berühmten Götz von Berlichingen dieser saß im Bollwerksturm.

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Bollwerksturm
Der Bollwerksturm ist der einzige erhaltene Zeuge der staufischen Stadtbefestigung, die, 1241
erstmals erwähnt, vom Götzenturm entlang dem Neckar zum Bollwerksturm, dann über die heutige Turmstraße zur Allee, vom Stadttheater bis zum Wollhauszentrum und von dort über das Fleiner Tor zum Götzenturm verlief.Seinen Namen erhielt er nach dem Mitte des 17. Jahrhunderts verstärkten "Großen Bollwerk" zur Erhöhung der Heilbronner Wehrhaftigkeit. Sein berühmtester Gast war Götz von Berlichingen, der Titelheld des Goetheschen Dramas. Der Ritter musste 1519 eine Nacht als Gefangener des Schwäbischen Bundes im Turm verbringen, ehe er den Rest seiner dreijährigen Strafe seinem Stand gemäß in einer Herberge verbüßen durfte.

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Schießhaus
Eines der schönsten Bauwerke der Stadt ist das Schießhaus in der Frankfurter Straße. 1769  -1771 vom Baumeister des Deutschordens, Johann Christoph Keller, erbaut, hatte es als ganz große Ausnahme das Glück, beim Luftangriff am 4.12.1944 verschont zu bleiben. Der Rokokosaal im Innern diente früher für Veran- staltungen nach Viehmärkten und  Schießveranstaltungen auf dem daneben liegenden Hammelwasen. 1979 wurde die Frankfurter Straße nördlich des Schießhauses abgesenkt, damit das Gebäude besser zur Geltung kommt. Im Zuge dieser Arbeiten wurde es 1980 renoviert. Das Gebäude können Sie von der Stadt-Marketing GMBH für Ihre Veranstaltung  mieten. 2006 feiert Mutter Beimer aus der Lindenstrasse hier Ihren Geburtstag.

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Fleinertorbrunnen
Der Fleinertorbrunnen wurde 1601 von Jakob Müller erbaut. Südlich des Brunnens stand bis zum 19. Jahrhundert das Fleiner Tor der Stadtmauer. Es war eines von drei Toren (Brückentor, Sülmertor, Fleinertor) die sich außer den sieben Türmen der Mauer von ihr deutlich sichtbar  abhoben. Der Brunnen wurde ab 1589 mit Wasser aus dem Cäcilienbrunnenhaus gespeist. Er war ursprünglich verziert mit einer ihn krönenden Fortuna und Masken an der Brunnensäule, die die Jahreszeiten andeuteten. 1860 ersetzte jedoch eine allegorische "Heilbronnia" von Albert Güldenstein die Fortuna. Nach deren Zerfall erhielt der Brunnen 1904 von Bildhauer Federlein eine Nachbildung der alten Fortuna, die den Luftangriff am 4. Dezember 1944 überlebte und so heute noch zu sehen ist.

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Sankt-Georgs Brunnen
Der Renaissancebrunnen am Hafenmarktturm (deshalb auch "Hafenmarktsbrunnen") wurde 1593 von Jakob Müller erbaut. Er steht auf dem ehemaligen Friedhof des Barfüßerklosters. Auf der Brunnensäule stand eine Plastik des Heiligen Georg im Kampf mit dem Drachen  - sie wurde jedoch beim Luftangriff am 4.12.1944 schwer beschädigt. Den heutigen Brunnen schuf der Stuttgarter Bildhauer Ernst Yelin 1955.

 

Gerichts- und Fleischhaus
Der Renaissance-Bau, 1598-1600 erstellt, diente bis 1880 als Schlachthaus und Fleischbank. Sitz der »Erd- und Landschaftsgeschichte« der Städtischen Museen Heilbronns (Naturhistorisches Museum)

 

Wartberg
Der Wartberg (308 Meter) mit dem "Freilichtmuseum" Weinpanoramaweg ist mit einem Café-Restaurant und einem Aussichtsturm beliebtes Ausflugsziel inmitten der typischen Heilbronner Rebenlandschaft. Auf dem Dach des Wartbergturms leuchtet seit 2002 die Lichtskulptur „Sonnenstrahl für Heilbronn“ des niederländischen Künstlers Jan van Munster in den Stadtfarben; tags weiß, nachts rot und blau.

 

 

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