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Ausgerechnet das Städtchen Klingenberg machte Heilbronn zur Großstadt: Mit der Eingemeindung des heute mit knapp 2000 Einwohnern immer noch kleinsten Stadtteils am 01.01. 1970 wuchs die Einwohnerzahl der
Neckarstadt auf über 100.000. Im früheren Rathaus finden heute jeden Montag von 9 bis 12 Uhr Verwaltungssprechstunden statt. Vom Müllmarkenkauf bis zur Beantragung des Wohngeldes kann hier Vieles
erledigt werden. Auch der Jugendtreff ist im alten Rathaus untergebracht. Im Jahr 2000 veranstaltete das Ortskartell bereits das dritte Fährbrunnenfest und unterstrich die eigene Identität
Klingenbergs. Zum kulturellen Angebot tragen die VHS-Zweigstelle und die Fahrbücherei genauso bei wie die Reihe „Kultur im Schloß“, die von einigen engagierten Frauen aus dem Stadtteil initiiert wird.
Sie umfasst Konzerte, Ausstellungen und Kleinkunstabende im Kaminzimmer des Neippberg‘schen Schlosses. Zu den Sehenswürdigkeiten Klingenbergs zählen neben dem Schloß die schönen Fachwerkgebäude in der
Theodor-Heuss-Straße sowie der Fährbrunnen. Der evangelische Kindergarten und die Grundschule ersparen den Jüngsten die Fahrt in die Innenstadt, die mit der Stadtbuslinie 1 möglich ist. Für steigende
Einwohnerzahlen wird das geplante Neubaugebiet Schlüsseläcker sorgen. Den Planungen zufolge kann Anfang 2004 mit dem Bau der ersten Häuser begonnen werden, rund 400 Menschen können hier eine Heimat
finden. Außerdem ist ein städtebaulicher Rahmenplan in Arbeit, der vorsieht, den alten Ortskern in ein Sanierungsprogramm aufzunehmen und so attraktiver zu machen.
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